Sonntag, 8. April 2012

Samstag 7. April 2012



Unser  Tag im „alten Hafen“begann mit einemFrühstück am Strand. Nachdem Checkout verbachten wir den Vormittag am schwarzen Strand und schwammen im pippiwarmen Wasser - das ist unglaublich - man könnte Stuuuunden drin herumtreiben. Aber um elf fuhr unser Bus los und wir mussten uns in die meterlange Reihe vor dem Bus einreihen und trafen auf eine Bekannte vom Lagerfeuer vom Rock n J. Im proppeheißen Bus plumpste dann diese erstaunliche Gestalt neben mich und schlief ein. Aber davor machte sie jedem klar, dass ei absolut kein Spanisch spricht und unterhielt sich ein bissl mit meinen amerikanischen Freunden über ihre Heimat Kalifornien und des „Spirit“ bei Konzerten. Sie war genau das was man sich unter einem Hippi vorstellt. Die buntbemalten Zehen in Holz-Flipflops, karierter Rock, weitausgeschnittes T-Shirt, noch Glitzer um die Augen, die schwarzen ein bisschen verfilzten Haare mit bunten Bändern geschmückt und in den Ohren wunderschöne Ohrringe, die klingelten wenn sie ihrenKopf bewegte, sie roch noch ein bisschen nach Rum und ich wunderte mich echt, woher sie das Geld und die Organisation hatte von Kalifornien bis nach Costa Rica zu reisen und wieder zurück!
Nach fünfundhalb Stunden kamen wir dann wieder in San Jose an und ich machte mich  auf Zutaten für das Abendessen zu kaufen, was ich heute für die Familie plante. Ich rannte also wie eine verrückte durch die Straßen auf der Suche nach einem deutschen Supermarkt, schlussendlich war es dann ein internationaler, wo ich 40 min später mit sieben vollgestopften Tüten herausmarschierte, Ja heute waren wir viele, denn die Familie Villalobos hatte neben ihren fünf Kindern (von denen zwei schon flügge sind) ja noch zwei Gastkinder und seit neuestem auch noch eine Studentin aus Panama und eine Nichte aus den Staaten zu versorgen, Meine Schnittchen als Vorspeise, Knödel mit Steaks, Schweinelendchen und Hähnchenschnitzel und Champion- Rahmsoße als Hauptspeise und meine Schokobananen mussten also für 10 Personen reichen. Naja und bis 30 Knödel geformt sind braucht es schon einige Zeit und so hatten Collin und ich nicht viel Zeit über unsere Erlebnisse zu erzählen.




Ich hatte riesige Angst, dass meine Knödel nicht gemocht würden, aber das Essen -vor allem das Fleisch- kam erstaunlich gut an und dann sprach Ana auch noch einen Tost auf mich und alle erhoben ihre Gläser- wie schön:). Nach dem Essen rollten die Tico Knödel ins Freie um im Garten ein Lagerfeuer zu machen. Marco sprang mit seiner Majete umher und schlug Holz, die anderen sammelten kleine Stöcke und Collin versuchte mit Alkohol ein Herz in Flammen zu bringen. Als das „Fugato“ knisterte, zauberte ich noch zwei Packungen deutsche Gummibärlis hervor und wir grillten Marshmallows. Genau das ist es was ich mir unter einem Urlaub vorstelle. Um kurz vor zwölf startete dann auf einmal ein Feuerwerk- Symbol für die Auferstehung??- und Collin und ich bekamen doch noch was vom Costa-ricanischen Ostern mit auch wenn wir die Prozessionen verpasst  hatten.


Außerdem färbten wir um halb eins noch ein paar Eier :).

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