Letzter morgen in Costa rica, ein letztes mal wurde ich von den frühen Sonnenstrahlen und dem kickernden Hahn um halb fünf geweckt. Doch heute drehte ich mich nicht nocheinmal um, um weitere vier Stunden zu schlafen, denn heute kamen in Stundentakt immer wieder Familien Mitglieder in mein zimmer gerumpelt, um sich zu verabschieden. Schnief. Irgendwann stand ich dann selbst auf und schlurfte in die anderen Zimmer der noch schlafenden um auch ihnen "adios" zu sagen. Den vormittag verbrachte ich ih der Hauptstadt. Wanderte erst zur Post um Postkarten an Familie und freunde zu verschicken und dann zur "la casona", dem größten Künstler Haus Costa Ricas, doch was ich da kaufte wird noch nicht verraten ;). Nur dass die Ticos es lieben, wenn man anstatt englisch Spanisch spricht und so der Preis sofort um 20% reduziert wird.
Nach meiner Shoppingtour, lief ich noch ein bischen herum und geriet irgendwie in die marktstrasen von San José. Dass ich hier die absolut einzige Touristen war, merkte nicht nur ich, Pfiff mit jeder dritte tico hinterher und nannte mich: "macha" (so bezeichnen die Costa ricaner blonder Ausländerinnen- meistens meinen sie damit Nordamerikanerinnen). Aber auch wenn ich nicht inkognito blieb, war der Markt unglaublich. Jeder schrie sich die seele aus dem Leib, um seine waren, exotisches Obst, Fleisch, Fish oder Käse anzupreisen. Ich versuchte bei möglichst vielen Händlern Obst zu kaufen, und fühlte mich wie in alten Büchern, wenn die Mutter mit ihren Kindern auf den Markt gehen. Und auch wenn ich vermute, dass mir vieles ein bisschen überteuert verkauft wurde, waren Papaya mango und co immer noch um einiges billiger als die Importware aus Deutschland. Neben dem Obst, kaufte ich bei einem kasehandler, bei dem es lecker frisch roch, den berühmten queso Blanco, und mir wurde wie früher beim Metzger ein Stück Käse über die Theke gereicht. Aber als ich über die "feria" lief, wurde mir auch klar, dass es in diesem wunderschönen Land immer noch viel Armut gibt, sah man hinter den Gemüsebuden Wellblechhütten stehen und an den Straßen viele zahnlose Menschen die um Geld bettelten. Und da wurde mir wieder klar, wie gut ich es doch hatte im Wohlstandsland Deutschland zu leben, in dem es Hartz IV und Co gibt. Und doch gelten die Menschen hier als die glücklichsten der Erde- irgendwie paradox?
Gegen zwolf war ich wieder in San josecito, kaufte in der kleinen pulpería noch ein sixpack vom costaricanischen bier und musste mich auch noch von den zwei verbliebenen Mitgliedern der Familie, Collin und Anita verabschieden, bevor ich mit dem Taxi Richtung Flughafen fuhr.
Siebzehn Stunden, 5 Kaffes und geschätzte 20 kg Tütenfutter später bin ich nun in München zurück und freue mich schon wieder nach Costa Rica zurückzukehren. En Algun momento
Tami goes to Costa Rica
Dienstag, 17. April 2012
Montag 8. April 2012
An meinem vorletzten Tag hatte ich eine Canopy Tour geplant. Aber diese begann erst um halb einz und so hatten ich am Vormittag zeit durch die Hauptstadt San José zu streifen. Zum frühstück setzte mich in eine kleine Soda und fühlte mich ziemlich einheimische zwischen all den Ticos. Ich wollte ein paar Fotos ausdrücken um sie dann in einen Rahmen anzuordnen, als kleines Andenken für meine Familie. Mit dem ein Quadrat Meter großen rahmen in meinem rotgebratenen Armen sah ich dann doch aus wie eine Touristen und so wurden mir die Erdbeeren zum Touristenpteis verkauft- aber das bin ich ja auch ;).
Um halb einz kurvte pünktlich ein rotes Auto vorbei und der Transfer von Hotel de Costa Rica nach Tra Rios in carthago klappte wie am Schnürchen. Mein Fahrer war ein Costa ricanischer opi der sich so freute dass er endlich jemanden herumfahren konnte der wenigsten ein bischen Spanisch sprach.
Am Berg angekommen lernte ich dann neben meinen beiden guías Pablo und Carolina auch noch die drei anderen teilnehmer kennen: zwei Ticos aus Karthago und den Kellner aus dem Restaurant, der auch guía werden möchte. Die Tour war also auf Spanisch, was ich eh besser fand, denn ich bin ja Ingolstadt Rica und nicht sonst wo. Trotzdem hatten beide guías immer wieder Angst, dass ich nichts verstehe und oh musste wie in der Schule die Anweisungen wiederholen. Auf dem weg hoch hinauf auf den Berg fanden wir aber bald gemeinsamkeiten, wir alle waren für die Liga, und alle waren ein bisschen eifersüchtig dass ich am Spiel war und so was die angespannte schul atmosphäre bald verschwunden. Das Canopy mit seinen 14 Kabel war unglaublich, ich kann nie genug davon kriegen. Es ist so atemberaubend wenn man von einem Baum zum anderen fliegt und einfach frei ist. Die seele baumeln lässt. Auch meinen neuen Freunden aus Karthago gefiel es und es war richtig schon am Ende des Trips mit den anderen zusammen zu sitzen un beim mittagessen über das gemeinsame Erlebnis zu reden. Nach meinem Ausflug wollte ih meine Gastoma "tita Vicky" besuchen. Dazu müsste ich nach Santo Domingo, und da es die letzte fahrt meines lieben tico Opi war, bot er an mich direkt in diesen Vorort von Heredia zu fahren. Auf der Fahrt ld er mich, da ich ihn fragte wo es den besten kafe gibt, in das Mc kafe ein, da es dort seiner Meinung nach am besten ist. Merkwürdig merkwürdig Mc kafe? Aber es ist echt unglaublich wie nett und menschenfreundlich die Ticos sind, erst fährt er mich etwa 10 km mehr herum und dann gibt es auch noch einen Kaffe umsonst. Ich liebe diesen Opi ;), auch wenn er meiner meinung nach einen komischen Kaffe Geschmack hat- aber angeblich ist der kafe vom Mc kafe nicht aus den Staaten sondern aus Costa Rica.
Naja auf dem weg nach santa Domingo musste mein Opi aber zweimal was einkaufen und so kamen wir erst einunhdhalb Stunden später in Santa Domingo an wo ich den "mas por menos" ansteuerte um für meine Family ih deutschland Costa ricanische Köstlichkeiten zu besorgen. Eine halbe Stunde später und drei Tüten schwerer stand nun die suche des Hause von meiner Gastoma auf den Programm. Ich verirrte mich hoffnungslos, doch wollte mein stolz auch nach einer Stunde noch nicht meine gastmutter anrufen. Als ich aber nach 40 min mehr immer noch herumirrte und die Sonne sich schon gegen Horizont bewegte, gewann der verstand und ich musste mir eingestehen das mein Orientierungssinn wirklich gleich Null war. Mit Anas Hilfe war das großmütterliche Haus schnell gefunden und tita Vicky freute sich so mich zu sehen, ach ihre Tochter-meine Tante- schloss mich gleich in ihre arme. Und die liebe Haushälterin, die anscheinende für immer bei ihr arbeitet und arbeiten wird. Es war wie eine Rückkunft nach einem langen Urlaub, alle wuselten um mich herum, wollten dass ich mich wohlfuhlte, machten Kaffe und schmierten mir brote. Wir plauderten über familiäre Streitigkeiten, dass zum Beispiel irgendein anderer Onkel ein merkwürdiges Geburtstagsfest plante, an dem alle Spanisch angezogen sein sollten und wer schon wieder krank war.
Doch nach zwei Plauderstündchen hatte ich Lust nach Hause zu fahren, denn ich hatte erstens Hunger und zweitens waren meine Koffer noch nicht gepackt. Aber da zeigte sich wieder die Costa ricanische Gelassenheit. Denn Luis Diego wollte mich, nachdem er Ana aus San José abgeholt hatte, von Santa Domingo mitnehmen. Doch wir warteten warteten warteten. Ich wurde ungeduldig und entschloss mich schließlich ganz deutsch ein Taxi zu nehmen. Zu Hause wurde mir klar wie unhöflich da gewesen, war der Shuttle Service nur für mich so arrangiert worden... Ach herrje. Aber niemand war mir böse, sondern man lachte nur über das Missverständnis. Ich liebe sie!
Deswegen hatte ich ihnen auch die collage der vergangenen Woche erstellt, das heute Abend feierlich überreicht wurde. Auch ich bekam ein Geschenk von Jeanette, ein Mix ihrer Lieblingslieder ;).
Den restlichen Abend verbrachte die ganze Familie im elterlichen Schlafzimmer, wir schauten VIP News und Collin wurden die Füße eingeweicht, denn er war Puerto Viejo in eine Koralle getreten. Das war echt so sus wie Marco und Ana fachsimpelten, was zu tun sei. Aber irgendwann geht auch der letzte abed vorbei und morgen muss ich mich ih aller frühe schon von den ersten verabschieden...
Montag, 9. April 2012
Sonntag 8. April 2012
Da der Osterhase bekanntlich am heiligen Sonntag sehr viel zu tun, hatte er mich geschickt um in Costa Rica ein bisschen Freude zu verbreiten. Ich stellte mir also den Wecker und schlich in aller frühe raus um die in glänzende Alu gewickelte schoko Eier und schokoladigen Gefährten von Lind Milka und After eight im Vorgarten des Hauses zu verstecken. Es war so knuffig anzuschauen wie alle herumliefen um möglichst viele Eier zu ergattern und ihren Hasen zu finden. Meine gastmutter freute sich wie ein kleines Kind, als sie den goldenen Hasen mit der Glocke in ihren Armen hielt. Der einzige der sich noch nicht freuen konnte war mein Gastpapi Jose, sein "Männerhase" von after eigjt war eigentlich ziemlich einfach in einem herumliegenden Autoreifen versteckt, aber irgendwie lief er immer daran vorbei. Naja nachdem dann alle einen kreis um das versteck gebildet hatten, war auch das letze Hässchen gefunden und wir Bekamen auch noch von jeanette ein kleinen ostergrus.
Nach demfruhstioc drehten meine gastbruder die Boxen auf und grillten Fußball Gesänge: Cual es el equipo mejor? La Liga! (was ist die beste Mannschaft? Liga!). Dabei sprangen sie in der Küche herum und bildeten Menschen Haufen. Oja ich liebe sie!
Ich wurde angewiesen rote, schwarze Kleidung für das Spiel am nachmittag zu tragen und kam mir schon ein bisschen underdressed vor als alle ihre Liga tshirt hervorzauberten.
Bei der Abfahrt, die eigentlich um zwölf geplant war, zeigte sich wiedersagst relaxte Gemüt der Ticos. Denn Abfahrt war schlussendlich doch erst um viertel nach drei und niemand wirklich niemand kümmerte die drei ständige Verspätung. Ich aber rutschte schon ungeduldig auf meinem Platz herum und guckte ständig auf meine Uhr- ich werde es nie lernen...
Meine Ungeduld war völlig umgegründet denn das Auto von tio Ricardo, in das wir alle gestopft wurden- ich teilte mir mit ana und den Vordersitz und fühlte mich wie in einer zitronen Presse- kam pünktlich in alajuela an. Dort warteten schon andere "Liguisten". Wir betraten das Stadium und suchten uns Plätze (es gibt keine festen, vielleicht wegen dem Preis von drei Euro??). Das Stadium ist echt toll, klar es ist keine Allianz Arena, aber dafür konnten wir direkt am gitter stehen und waren dem Spiel und vor allem den gegner viel näher, die alle hemmungslos als "hijos de puta" (Hurensöhne) und "pi
Uppsala. Aber die Stimmung war supiiii, ich hatte bald Adie Lyrics des Gegröle raus und schrie mit was ich konnte. Und sie gewannen!!!!!! Meine gastbruder waren so süß, fragten mich danach gleich ob's mir gefallen hat und erklärten mir alles über das Costa ricanische Fußball. Aber dann mussten wir wieder in die Sardinen dose und tio Ricardos Autofahrt glich einer Achterbahn. Jucchhher hallo Fahrtwind tschüss Rippen.
Nach einer Stunde falteten wir uns wieder auseinander, die Kinder gingen zum feiern in "la pista" und Mamita legte sich mit den Resten ihres Golfhasen ins Bett.
Das ist echt unglaublich dass man für 3 Euro einen ganzen Fisch mit Yuka und Salat bekommen kann. Und das essen war auch noch richtig richtig gut. Nach einem Bierchen (natürlich imperial!) machten wir uns aber auch schon wieder auf, denn morgen begann wieder Uni bzw die Arbeit und das heist aufstehen um fünf. Für die anderen ;).
http://www.youtube.com/watch?v=x4L4BkIirnY
http://www.youtube.com/watch?v=x4L4BkIirnY
Sonntag, 8. April 2012
Samstag 7. April 2012
Unser Tag im „alten Hafen“begann mit einemFrühstück am Strand. Nachdem Checkout verbachten wir den Vormittag am schwarzen Strand und schwammen im pippiwarmen Wasser - das ist unglaublich - man könnte Stuuuunden drin herumtreiben. Aber um elf fuhr unser Bus los und wir mussten uns in die meterlange Reihe vor dem Bus einreihen und trafen auf eine Bekannte vom Lagerfeuer vom Rock n J. Im proppeheißen Bus plumpste dann diese erstaunliche Gestalt neben mich und schlief ein. Aber davor machte sie jedem klar, dass ei absolut kein Spanisch spricht und unterhielt sich ein bissl mit meinen amerikanischen Freunden über ihre Heimat Kalifornien und des „Spirit“ bei Konzerten. Sie war genau das was man sich unter einem Hippi vorstellt. Die buntbemalten Zehen in Holz-Flipflops, karierter Rock, weitausgeschnittes T-Shirt, noch Glitzer um die Augen, die schwarzen ein bisschen verfilzten Haare mit bunten Bändern geschmückt und in den Ohren wunderschöne Ohrringe, die klingelten wenn sie ihrenKopf bewegte, sie roch noch ein bisschen nach Rum und ich wunderte mich echt, woher sie das Geld und die Organisation hatte von Kalifornien bis nach Costa Rica zu reisen und wieder zurück!
Nach fünfundhalb Stunden kamen wir dann wieder in San Jose an und ich machte mich auf Zutaten für das Abendessen zu kaufen, was ich heute für die Familie plante. Ich rannte also wie eine verrückte durch die Straßen auf der Suche nach einem deutschen Supermarkt, schlussendlich war es dann ein internationaler, wo ich 40 min später mit sieben vollgestopften Tüten herausmarschierte, Ja heute waren wir viele, denn die Familie Villalobos hatte neben ihren fünf Kindern (von denen zwei schon flügge sind) ja noch zwei Gastkinder und seit neuestem auch noch eine Studentin aus Panama und eine Nichte aus den Staaten zu versorgen, Meine Schnittchen als Vorspeise, Knödel mit Steaks, Schweinelendchen und Hähnchenschnitzel und Champion- Rahmsoße als Hauptspeise und meine Schokobananen mussten also für 10 Personen reichen. Naja und bis 30 Knödel geformt sind braucht es schon einige Zeit und so hatten Collin und ich nicht viel Zeit über unsere Erlebnisse zu erzählen.
Ich hatte riesige Angst, dass meine Knödel nicht gemocht würden, aber das Essen -vor allem das Fleisch- kam erstaunlich gut an und dann sprach Ana auch noch einen Tost auf mich und alle erhoben ihre Gläser- wie schön:). Nach dem Essen rollten die Tico Knödel ins Freie um im Garten ein Lagerfeuer zu machen. Marco sprang mit seiner Majete umher und schlug Holz, die anderen sammelten kleine Stöcke und Collin versuchte mit Alkohol ein Herz in Flammen zu bringen. Als das „Fugato“ knisterte, zauberte ich noch zwei Packungen deutsche Gummibärlis hervor und wir grillten Marshmallows. Genau das ist es was ich mir unter einem Urlaub vorstelle. Um kurz vor zwölf startete dann auf einmal ein Feuerwerk- Symbol für die Auferstehung??- und Collin und ich bekamen doch noch was vom Costa-ricanischen Ostern mit auch wenn wir die Prozessionen verpasst hatten.
Außerdem färbten wir um halb eins noch ein paar Eier :).
Freitag 6. April 2012
Hatte ch gestern die karibischen Straßenfeste noch geliebt, hätte ich sie heute morgen in die Luft schieden können, denn sie hatte bis morgens um sechs nicht geendet, genauso wie das schreien der Katze und die Karaoke des Hostel, an der ein einziges absolut unmusikalisches mädchen teilgenommen hatte. Ich hatte also nur drei Stunden geschlafen, aber das war egal und so durchforstete ich am morgen die souvenirladen während ich durch die ausgestorbene Stadt schlenderte. Auf alten Tischen lagen diejenigen, die es gestern anscheinend nicht mehr bis ins Bett geschafft hatten oder keins hatte, was mich urplötzlich absolute traurig machte. Gestern war alles noch so glitzernd so fröhlich und heute wurde mir klar wie das leben vor der Nacht für viele der regea DJs und Tänzer aussah: obdachlos, mittellos und ohne Hoffnung auf Hilfe von ausen.
Vom schlechten gewissen eingeholt beschloss ich meine Shoppingtrip zu beenden und Conner Collin Rachel und ich brachen nach einen frühstück am Strand auf um in das Refugium zu gehen, wo unser Zimmergemosse Arno arbeitete.

Gesagt hatte man uns dass es drei km südlich ist aber der weg schien kein Ende zu nehmen und ich spürte, wie meine haut sich langsam von weis in krebsrot und an meinen fusen Blasen entstanden. Endlich kam der Krebs mit Windpocken mit seinen drei Begleitern die zwar nicht verbrannt aber dafür ziemlich fertig aussahen in Refugium an und Gott sei dank durften wir noch an der Führung teilnehmen. Wir sagen Arno wie er ein kleines Faultier fütterte, spinnen und schlangen, affenbabys und ein Reh das am Hintern der touristen schnüffelte. Aber das Highlight war, als wir in einen affenkafig dürften und die kleinen affchen, die hier nicht als zootiere gehalten werden sondern von Tierfangern gerettet wurden und bald in die Wildnis entlassen werden sollen, auf uns herumhüpften.

Für den Rückweg entschieden wir uns für ein Taxi.
Für den Nachmittag trennten sich unsere Wege, die anderen wollten am Strand bleiben und ich in den national Park cahuita gehen um zu Schnorcheln und im Regenwald ein bischen zu gucken.
Fast wäre mein schnorcheltrip ins Wasser gefallen, aber schlussendlich fand ich dann doch meinen Guide und fuhr mit zwei frnazosischem touristen aufs Meer raus. Auch wenn ich geschätzte 2 Liter Salzwasser schluckte, war das Schnorcheln total beeindruckend: man sah Plumas (lionfiscue), Doktor und regenbogen Fische, einen Aal und ein paar Kameraden, die mir aus nemo bekannt waren.
Zwei Stunden war ich glücklich aber ziemlich fertig, und so kamen die Rice and Beans am Strand im nationalpark, die anscheinend im Preis inklusive waren, wie gerufen.



Keine Sorge Mama und Papa ich werde immer meinen deutschen Misstrauen behalten, aber es ist schwer zu entscheiden ab wann es knauserig und ab wann nur vorsichtig ist. Sie gleiche Erfahrung machte ich auf dem weg nach Hause, als der Taxifahrer mit dem ich mich 10 nett über das Klima in Deutschland unterhielt mir plötzlich komplimente machte und mich fragte ob ich nicht in Costa Rica bleiben wollte, damit ich seine Freundin sein konnte?
War das ein Witz, harmloses flirten oder eine Anspielung auf irgendetwas?
Meine alarmglocken lauteten und ich hatte bereits die Nummer der Polizei in mein Handy eingetippt.
Fehlanzeige. Ich kam gut in Puerto Viejo an, mein verehrer verlangte nichts weiter als ein Geld und machte kehrt. Natoll kleiner Krebs, aber ich war trotzdem froh als ich meine amerikanischen Beschützer wieder sah, die wie konnte es anders sein ein barbecue planten. Eigentlich nur Collin, der ganz eifrig herumwuselte, marinade Fleisch Spießchen und Kohle kaufte und alles auf den Grill des hostels warf.

Irgendwann kam auch Arno vorbei und die furchtbare Karaoke startete. Nachdem Collin den Tagesbedarf einer ganzen Fußballmannschaft verpeisz hatten rollten Conner und ich ihm zum nächsten Seafood restaurant wo nur noch ein Mojito helfen konnte, während Conner und ich unsere Fische asen.
Irgendwann kam auch Arno vorbei und die furchtbare Karaoke startete. Nachdem Collin den Tagesbedarf einer ganzen Fußballmannschaft verpeisz hatten rollten Conner und ich ihm zum nächsten Seafood restaurant wo nur noch ein Mojito helfen konnte, während Conner und ich unsere Fische asen.
Es war alles wie ein clublurlaub, nur dass die Palmen anstatt aus Plastik echt waren und das man nicht unter beheizten Glasdächern sas sondern um ein Lagerfeuer unter dem Vollmond am brausenden Meer.
Hujjjjjaaa- thats how works Life. Da an karfreitag kein Alkohol verkauft werden darf, wartete man mit den letzen bierdosen sehnsüchtig auf Mitternacht und die touristen bewegten sich zur geisterstunde wie pilger in die Stadt zurück, wo die einheimischen bereits mit karibischer Musik auf und warteten. Die einzigen zwei Bars waren proppenvoll und so setzen wir uns in eine Cafébar und horten einem schwarzen Sänger zu, der den reggae der letzen 50 Jahre coverte. Wow wow Wow mehr kann man nicht sagen- er sang unglaublich. Und trank unglaublich .. Viel.
Um zwei war Schluss denn er war betrunken. Und wieder konnte ich einen Blick hinter die fassade der vermeintlich schönen Fassade werfen: unser regea Sänger war obdachlos, war allein und sein einziger Lebensinhalt bestand darin mit seinem Gesang seinen nächsten Suff zu finanzieren.
Donnerstag 5. April 2012
In das alte Fischerdorf, und heute Szeneviertel für junge Leute wollte ich zusammen mit Collin und Conner besuchen. Deswegen brachen wir heute schon früh auf und sasen geschlagene vierundhalb Stunden im stickigen Reisebus. Mit einer Klopause! Einer! Das heist ich musste drei Stunden neben einem plappernden tico sitzen und konnte mich nur mit besagten Wasserfall ablenken. Man erfährt ganz schon viel wenn man das so plaudert: er ist hausbauer, kommt aus limon, lebt aber in Karthago und er kennt Bayern (aber nur in seinem Akzent, er hat nämlich mein "FC Bayern" nicht verstanden- ich wurde wie ein Chinese reden- na danke ;))
Irgendwann kam dann endlich endlich Puerto Viejo und dann begann das Abenteuer erst richtig. Keiner von uns hatte nämlich bedacht, dass während der Osterwoche die Hotels ziemlich voll sein werden und so wanderten wir Maria und Josef herum (das passt ja^^) und fragten nach einem Zimmer. Es war wirklich fürchterlich, alles wirklich alles war voll.
Aber was wäre Ostern wenn die drei Backpacker nicht doch etwas gefunden hatten. Zwar war es kein Stall, aber dafür ein sehr einfaches Hostel, wo wir in einem Matratzen Lager Unterkunft fanden. Ok übertrieben es waren Betten und auch unsere Mitbewohner waren keine Landstreicher sondern amerikanische und britische rucksack Urlauber. Da war Rachel aus Wales, die hier ein voluntieriat als englisch lehrerin macht, genauso der belgische Arno als Tierschützer, die drei amerikanischen Girls, die hier studieren und natürlich wie drei, die unglaublich froh darüber waren, wird nicht am strand schlafen zu müssen.
Und wir hatten Hunger, einen unglaublichen Backpacker Bärenhunher nach echter Comida caribeña.
Also Flip flops an und auf geht's.
Mittwoch 4. April 2013
Es ist schon erstaunlich wie schnell man in den Alltag einer anderen Familie hineinwachsen kann.
Heute nach dem Frühstück (Gallo Pinto!!!!) war ich mit Ana und José beim Wocheneinkauf und bekam ein Eis spendiert- naja es war Mango verde- also eher gefrorenes Wasser mit grünen Mango Stückchen und Salz. Danach wollte mir meine Gastfamilie ein bisschen mehr vom Land zeigen und deswegen fuhren wir für einen "Kaffe" in drei Autos nach Karthago, wo tia Gabi lebt. Also von dem Land habe ich nicht viel gesehen- aber dafür eine Menge Leute und eine menge menge Kinder.
Und ein Haus! Ein Haus, das ein weiterer Bruder von ana, ganz alleine gebaut hat, nur mit Hilfe seiner Frau und seinen Verwandten. Das ist wirklich beeindruckend, was muss es für ein tolles Gefühl sein, abends einzuschlafen und zu wissen, dass der Boden auf dem man schläft, aus eigenen Händen entstanden ist.
Wenn man in Costa Rica zu einem "Kaffe" fahrt, muss man sich darauf einstellen, dass nicht ein paar Kaffeetassen hingeklatscht werden um danach für dreißig Minuten zusammenzusitzen um in das Schwarze Gebräu Kondensmilch und Zucker zu mischen und unter guten Umständen an trockenen Keksen herumzuknabbern- nein in Costa Rica setzen sich alle (meisten mehr als 15 Familien Mitglieder) um einen Tisch mit Weiser Tischdecke. Die Frauen (alle, nicht nur die Hausherrin) bringen pan (Brot), manteqilla (Butter), queso cream (Frischkäse), Mortadella, mermelada, Café und frescas (softdrink in allen Geschmacksrichtungen - sogar Erdnuss) für die kleinen. Dann greifen alle zu, niemand hat einen Teller (eine Tischdecke zu waschen ist wesentlich einfacher als 15 Teller), Messer und Löffel werden geteilt, die Frauen schmierende Brote für ihre Männer und Kinder, und alle reden durcheinander. Es ist wunderbar, unbeschreiblich, pures leben- Pura Vida.
Das fehlt den deutschen, diese ruhe, diese Unbeschwertheit, das merkte ich als es an Aufbrechen ging, ich war gestresst wie sonst was, konnte nicht verstehen, warum nach 20 min, nachdem gesagt worden "ya nos vamos" (wir gehen jetzt) immer noch niemand aufstand. Ich wurde sauer, innerlich, und verstand es selbst nicht. Es gab niemanden der Zuhause wartete, nur ich selbst der es so schwer fällt den Moment verstreichen zu lassen.
Ich glaube das ist es warum die Ticos als die glücklichsten menschen der Welt bezeichnet werden.
Dienstag, 3. April 2012
Dienstag 3. April 2012
Heute morgen musste ich feststellen was für ein Vorteil doch Rolladen sind, bzw. was ich für einen verwöhnten Schlaf habe... Denn um fünf Uhr morgens weckte mich die Sonne und auch die bellenden Hunde, die kikerikierenden Hähne und herumlaufenden Gastgeschwister ließen mich nichtmehr richtig einschlafen - natoll. Aber irgendwie schaffte ich es, mir die Decke dann doch so um den Kopf zu wickeln, dass dieser viel zu schnell erwachende Tag aus meinem Kopf verschwand und Platz für Träume machte.
Aus dem Bett gerollt, musste ich aber feststellen, dass leider das Wasser aus war, weil irgendein Rohr geplatzt war: Bienvenido a Costa Rica!
Am Vormittag wollte ich mich mit meiner früheren Betreuerin Yolanda treffen und so war Aventura Numero uno: Busfahren nach San Jose. Seit mehr als einundhalb Jahren hatte ich keinen dieser Klapperdinger betreten, aber es hatte schon was nostaligisches im wackelnden Bus durch die Straßen von Costa Ricas Hochland zu ruckeln und einfach die Seele baumeln zu lassen. Das Treffen mit Yolando war wundervoll, sie erzählte mir von den neuen Gastschülern und ich von Deutschland und wir hingen alten Erinnerungen hinterher.
Von San Jose ging es weiter nach Tibas, den mein Gastneffe Ariel hatte ein Spiel: In einem riesigen Stadion! Und so benahm sich der Fanclub, also die halbe Sippschaft, auch wie eingefleischte Fans: Wir schrieen, klopften und hüpften um die Wette und es half, am Ende gewannen sie!
Zuhause ging dann zwar das Wasser wieder, dafür streikte aber das gesamte Stromnetz, naja dann wird eben im dunklen Chinesische Nudeln geschlürft.
Nach dem Essen war ich dann mit Collin bei John und wir entschlossen uns kurzerhand zu einem Trip nach Heredia um ins Kino zu gehen. Gesagt getan. Im Paseo de las Flores, der Mall, entschieden wir uns für "Juegos del Hambre"(Die Tribute von Panem) und hatten vor dem Film noch genug Zeit für Cafe con leche. rrrriiccccoooo
Zum Film gibt es nichts zu sagen, außer das englisch mit spanischen Untertitel der perfekte Mix ist :).
Wieder daheim schlichen Collin und ich uns in die Küche um noch ein bischen chniesche Nudeln zu essen ohne dabei unsere schon schlafende Gastmama zu wecken.
Montag 2. April 2012
Vor einundhalb Jahren wagte ich das Experiment Auslandsaufenthalt und reiste für drei Monate nach Costa Rica. Heute kehre ich in das entfernte Land mit seinen tropischen Regenwäldern, seinen Vulkane und seinen wunderschönen Stränden zurück, aber vor allem kehre ich in meine zweite Familie zurück, die mir gelehrt haben, was es heißt das Leben zu genießen. Seit heute morgen um halb sechs deutsche Zeit bin ich auf den Beinen und erlebte schon den ersten Schreck, als den Fluggästen der Linie München-Madrid mitgeteilt wurde, dass ihr Flug leider bis zu zwei Stunden Verspätung hat weil irgendwelche Fluglotsen in Frankreich streiken. Also erst einmal ist weder Madrid noch München in Frankreich und zweitens warum müssen die gerade heute streiken, es gibt doch noch 364 andere Tage, an denen es mir schnurzpupsegal ist ob die jetzt in ihren orangen Kittelchen herumwinken oder nicht. Naja irgendwie war das Glück dann doch auf meiner Seite und wir flogen früher als erwartet in die spanische Hauptstadt sodass ich mir sogar noch eine Cola genehmigen konnte bevor ich Flieger Nummer zwei betrat.
Heute war wirklich mein Glückstag, denn mein Platz war nicht nur direkt hinter dem Klo, bei 11 Stunden Flug ein echter Vorteil, sondern doppelt so groß als erwartet, denn neben mir saß niemand.
Also faltete ich meinen Körper über das immer noch recht kleine Bett zusammen und träumte von Costa Rica.
Aber irgendwann marschierte eine der Stewardessen vorbei und servierte mein Mittagessen- nein mein erstes Frühstück zu Costa Rica Zeit: Um sechs Uhr morgens gab es dunkelbraunes Pilzrisotto, dessen Konsistenz eher an Babybrei erinnerte als an Reis, aber egal ich bin im Urlaub, ich fliege nach Costa Rica, da kann mir so ein schleimiger Brei auch nicht die Laune verderben. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht verbrachte ich die restlichen zehn Stunden auf meinem Platz am Fenster und vertrieb mir die Zeit mit Lesen, Cola trinken und dem Opi neben mir beim Sudoko machen zuzuschauen.
Nach elf laaaaangen Stunden neigte sich das Flugzeug endlich gen Erde und wir stürzten durch dien Wolken meinem Urlaub entgegen.
Ich war soooooooo verdammt unglaublich mega aufgeregt meine geliebte Gastfamilie wiederzusehen und war dementsprechende hibbelig am Gepäckausgeschalter und bei der Passkontrolle. Aber kein Tico identifizierte mich als Schokoladenschmugglerin, als die ich durchaus hätte durchgehen können mit meinen geschätzten 15 kg Mitbringselschoki im Gepäck.
Und da waren sie. Winkend, lachend wie immer,nahmen mich mein Gastpapa Jose und meine Gastschwester Anita in die Arme und brachten mich im roten Flitzer nach San Josecito. Da kullerten fast die Tränen, als die bekannten Straßen passiert wurden und das bekannte Haus hinter den Nebelschwaden auftauchte. Da war dann auch meine Gastmami Ana,die ich soooooooo sehr vermisst hatte und meine Gastbrüder Luis Diego und Jose Pablo, seine Frau Ana Maria und deren supersüße Tochter Maria Paz, die im Unterschied zu vor zwei Jahren ihren kleinen Schnabel gar nicht mehr zubrachte. Nach einem großen Hallo, bei dem ich übrigens auch meinen Nachfolger,den lustigen Amerikaner Collin kennenlernte, gab es ganz Tico like: Café con Pan- ach wie ich es vermisst hatte.....Alle plapperten durcheinander und ich fühlte mich einfach angekommen.
Ich war hier kein Gast, nein ich wurde wieder Teil der Familie. Dann überreichte ich meine Gastgeschenke und wie erwartet war das Highlight die Monsterpackung Nutella- es wurde gleich Pläne geschmiedet was morgen damit gekocht wird: Crêpes mit Bananen und Nutella. Yunmmmmy
Gegen acht, als sich der erste Hype gelegt hatte trudelte auch mein Gastbruder Marko ein und es gab Ceviche (Fisch eingelegt in Zitrone und Koriander) que rrrrrrrico.
Ach und dann erlebte ich noch etwas ab diesem ersten Tag in Costa Rica:
Ich saß schon im Bett, Schlabberlook inklusive, als Marco herein spazierte und noch fragte ob ich noch mit in "La Piste" wollte, denn eine Freundin von Collin hatte Geburtstag.
Auf die Piste immer doch!
Naja dort schlichen wir uns dann ins Hause- anscheinend schliefen seine Gasteltern schon und setzten uns in den Wintergarten (warum hat man hier einen Wintergarten wenn es doch gar keinen Winter gibt??) um die Geburtstagsflasche Bacardi samt Cola und „Fruitshit“ (Mulitvitaminsaft) zu leeren. Aber keine Sorge Mami und Papi, ich hab nur bei jeder zweiten Runde mitgetrunken und bin schön brav um halb zwölf nach Hause gegangen.
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