Dienstag, 17. April 2012

Dienstag 9. April 2012

Letzter morgen in Costa rica, ein letztes mal wurde ich von den frühen Sonnenstrahlen und dem kickernden Hahn  um halb fünf geweckt. Doch heute drehte ich mich nicht nocheinmal um, um weitere vier Stunden zu schlafen, denn heute kamen in Stundentakt immer wieder Familien Mitglieder in mein zimmer gerumpelt, um sich zu verabschieden. Schnief. Irgendwann stand ich dann selbst auf und schlurfte in die anderen Zimmer der noch schlafenden um auch ihnen "adios" zu sagen. Den vormittag verbrachte ich ih der Hauptstadt. Wanderte erst zur Post um Postkarten an Familie und freunde zu verschicken und dann zur "la casona", dem größten Künstler Haus Costa Ricas, doch was ich da kaufte wird noch nicht verraten ;). Nur dass die Ticos es lieben, wenn man anstatt englisch Spanisch spricht und so der Preis sofort um 20% reduziert wird.
Nach meiner Shoppingtour, lief ich noch ein bischen herum und geriet irgendwie in die marktstrasen von San José. Dass ich hier die absolut einzige Touristen war, merkte nicht nur ich, Pfiff mit jeder dritte tico hinterher und nannte mich: "macha" (so bezeichnen die Costa ricaner blonder Ausländerinnen- meistens meinen sie damit Nordamerikanerinnen). Aber auch wenn ich nicht inkognito blieb, war der Markt unglaublich. Jeder schrie sich die seele aus dem Leib, um seine waren, exotisches Obst, Fleisch, Fish oder Käse anzupreisen. Ich versuchte bei möglichst vielen Händlern Obst zu kaufen, und fühlte mich wie in alten Büchern, wenn die Mutter mit ihren Kindern auf den Markt gehen. Und auch wenn ich vermute, dass mir vieles ein bisschen überteuert verkauft wurde, waren Papaya mango und co immer noch um einiges billiger als die Importware aus Deutschland. Neben dem Obst, kaufte ich bei einem kasehandler, bei dem es lecker frisch roch, den berühmten queso Blanco, und mir wurde wie früher beim Metzger ein Stück Käse über die Theke gereicht. Aber als ich über die "feria" lief, wurde mir auch klar, dass es in diesem wunderschönen Land immer noch viel Armut gibt, sah man hinter den Gemüsebuden Wellblechhütten stehen und an den Straßen viele zahnlose Menschen die um Geld bettelten. Und da wurde mir wieder klar, wie gut ich es doch hatte im Wohlstandsland Deutschland zu leben, in dem es Hartz IV und Co gibt. Und doch gelten die Menschen hier als die glücklichsten der Erde- irgendwie paradox?
Gegen zwolf war ich wieder in San josecito, kaufte in der kleinen pulpería noch ein sixpack vom costaricanischen bier und musste mich auch noch von den zwei verbliebenen Mitgliedern der Familie, Collin und Anita verabschieden, bevor ich mit dem Taxi Richtung Flughafen fuhr.
Siebzehn Stunden, 5 Kaffes und geschätzte 20 kg Tütenfutter später bin ich nun in München zurück und freue mich schon wieder nach Costa Rica zurückzukehren. En Algun momento

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